Berlin - „Die Matheergebnisse spiegeln erhöhten Handlungsbedarf wider“, sagte Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD). Um zu vermeiden, dass selbst Gymnasiasten die Mittlere Reife der 10. Klasse in Mathe nicht packten, wurde eine zusätzliche mündliche Prüfung eingeführt.

Die MSA-Ergebnisse 2011 wurden erst jetzt, acht Monate nach dem Test und nur auf Anfrage veröffentlicht. Bislang waren die Ergebnisse stets umgehend veröffentlicht worden. Schulleiter vermuten, dass die SPD-geführte Verwaltung die schlechten Resultate nicht vor den Wahlen öffentlich machen wollte. Erstmals wurde die MSA-Prüfung in Mathe zusammen mit Brandenburg geschrieben, die märkischen Schüler waren besser. Berliner Schulleiter machen das fehlende Verständnis für Textaufgaben ihrer Schüler für das schlechte Ergebnis verantwortlich. Insgesamt bestanden nach Nachprüfungen 89 Prozent der Schüler den MSA, die Englisch-Prüfung schafften 90 Prozent, ein üblicher Wert. Die Deutsch-Prüfung bestanden 81 Prozent, 2010 waren es noch 87 Prozent.