Schulschwänzer sind Straftäter: Neuköllner CDU will Schulschwänzer härter bestrafen

Die Neuköllner Christdemokraten wollen härter gegen Schulschwänzer vorgehen. Blieben Jugendliche bisher der Schule fern, wurde das als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld geahndet. Geht es nach der Neuköllner CDU, sollen die Strafen noch härter werden.

Die Idee stammt von der Jungen Union Neukölln und wird nach dem Wahlparteitag am vergangenen Sonnabend nun im CDU-Kreisvorstand ausformuliert. „Ich finde diesen Vorschlag grundsymphatisch“, sagt der neue Kreisvorsitzende der CDU Neukölln, Falko Liecke, am Sonntag der Berliner Zeitung.

Den 42-jährigen Politiker wählten am Sonnabend 47 von 70 Stimmberechtigte. Liecke löste seinen Vorgänger, den wegen seiner Burschenschaftszugehörigkeit entlassenen Staatssekretär Michael Büge, ab. Seit 2009 ist Liecke in der Bezirkspolitik aktiv, seit vier Jahren konkret für Familienförderung, Kinderschutz, Jugend und Gesundheit. In dieser Zeit hat er so einiges bewegt für den Kinder- und Jugendschutz. Es gibt jetzt ein Elternbegleitbuch, Beratungsprojekte, ein Begrüßungspaket, Familiengutscheine und Hausbesuche für Neuköllner Eltern.

Liecke will nun auch ein mobile Kita als Testprojekt einrichten. Weil es in manchen Neuköllner Vierteln für Vorschulkinder, die dringend sprachlich gefördert werden müssen, nicht genügend Kita-Plätze gibt, sollen sie in einem Kita-Bus etwa fünf Stunden am Tag sprachlich gefördert werden.

„Wir müssen uns was einfallen lassen, wenn es in Neukölln voran gehen soll“, sagt Liecke, der sich mit seinen pragmatischen Ideen an der Politik des kürzlich pensionierten SPD-Bezirksbürgermeisters Heinz Buschkowsky orientiert. Derzeit ist Liecke Vize-Bürgermeister. Aber 2016, so sein Ziel, will er Neuköllner Bezirksbürgermeister werden. Den stellte die CDU zuletzt im Jahr 2001.