Sie nennen es „Schulstreik“: Mehr als 1000 Berliner Schüler sind am Donnerstagmittag durch Mitte gezogen, um gegen Rassismus und die jüngsten Wahlerfolge der AfD zu demonstrieren. Der Zug startete gegen elf Uhr vor dem Roten Rathaus und endete am Gesundbrunnen-Center.

Unterwegs stoppte man am Zionskirchplatz unweit des Büros der Berliner AfD-Landesvorsitzenden Beatrix von Storch. Die Polizei hatte den Straßenabschnitt, in dem sich das Büro der Beatrix von Storch befindet, abgesperrt.

Bundesweite Kampagne gegen Rassismus

Die Demonstration war Teil einer bundesweiten „Schulstreik“-Kampagne gegen Rassismus, zu der linke Gruppierungen aufgerufen hatten. Nach Angaben der Veranstalter hätten sich allein in Berlin etwa 2500 Jugendliche an der Demonstration beteiligt.

Die Bildungsverwaltung stellte am Donnerstag allerdings klar, dass eine solche Demonstration kein Entschuldigungsgrund für das Fernbleiben von der Schule sei. Vereinzelt hatten Schulleiter und Lehrer in der Vergangenheit versucht, Schüler von der Teilnahme an solchen Demonstrationen fernzuhalten. Andere Pädagogen zeigten sich eher erfreut, dass die Schüler politisches Interesse zeigten.