Ihre erste Reaktion sei damals gewesen: Das mach ich nicht, niemals!, erinnert sich Christa Markl-Vieto, heute grüne Stadträtin in Steglitz-Zehlendorf. Nicht machen wollte sie 2006 die Zählgemeinschaft mit der bezirklichen CDU, also Schwarz-Grün. Es kam dann anders. Die Koalition hält seit acht Jahren.

„Niemals“, erzählt auch Kordula Schulz-Asche, von 1983-1985 Fraktionsvorsitzende des Grünen-Vorgängers Alternative Liste im Abgeordnetenhaus, „niemals hätte ich damals gedacht, dass ich mal mit der Partei von Klaus-Rüdiger Landowsky und Heinrich Lummer kooperieren würde“. Jetzt sitzt sie für die Grünen im Bundestag, aber zuvor hat sie als Landesvorsitzende der hessischen Grünen maßgeblich die schwarz-grüne Koalition mitgeschmiedet, die jetzt das reiche Bundesland regiert. Verhandelt hat sie mit der als intrigant und konservativ geltenden hessischen CDU, geführt von Ex-Innenminister Volker Bouffier, der das Label Hardliner trug.

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