An gut einem Viertel aller Gymnasien und an jeder dritten Sekundarschule gibt es nach der zweiwöchigen Anmeldungsphase mehr Anmeldungen als Plätze vorhanden sind. Hier werden also einige Schüler, die sich beworben haben, abgelehnt werden. Besonders viele Bewerber strebten wieder an einige Sekundarschulen mit eigener gymnasialer Oberstufe. Dort ist das Abitur weiter nach 13 Schuljahren möglich, während es am Gymnasium nur noch das Turboabitur gibt.

Fast traditionell waren laut Bildungsverwaltung die Martin-Buber-Oberschule in Spandau und die Sophie-Scholl-Sekundarschule in Tempelhof-Schöneberg besonders begehrt, an dritter Stelle rangiert erstmals die Merian-Sekundarschule in Köpenick. An den besonders gefragten Schulen startet nun das komplizierte Aufnahmeverfahren mit Losquote. Bei den Gymnasien hat erstmals das Andreas-Gymnasium in Friedrichshain die meisten Anmeldungen. „Der Bezirk hat uns glücklicherweise bereits zugesagt, dass wir noch eine vierte 7. Klasse aufmachen dürfen“, sagte Schulleiter Andreas Steiner.

Laut Bildungsverwaltung gibt es immerhin an 80 von 122 Sekundarschulen noch 1348 freie Plätze, an 66 der insgesamt 91 Gymnasien ist noch Platz für weitere 1131 Schüler. „Auffällig ist, dass an übernachgefragten Schulen oft nur ganz wenige Plätze fehlen“, sagte Scheeres. Dabei hätten sich dieses Mal 700 Schüler mehr angemeldet als im vergangenen Jahr, insgesamt 20.500. Nur zwei Gymnasien, die 2013 unter den zehn beliebtesten waren, sind es auch dieses Mal wieder. Das im vergangenen Jahr besonders gefragte Beethoven-Gymnasium in Lankwitz hat jetzt nur vier Bewerber mehr als Plätze.

Insgesamt wurden 57 Prozent der Kinder an Sekundarschulen angemeldet (Vorjahr 58 Prozent), ans Gymnasium wollten 43 Prozent des Jahrgangs (Vorjahr 42 Prozent). Interessant ist, dass von den 8 745 Bewerbern an Gymnasien 1174 lediglich eine Sekundarschulempfehlung haben. Umgekehrt haben von den 11 766 Bewerbern an Sekundarschulen knapp 2000 eine Gymnasialempfehlung.

Erstmals wurden Geschwister auch an Oberschulen bevorzugt. An besonders begehrten Schulen wurde der Losanteil von 30 Prozent leicht abgesenkt, weil zuerst weitere Geschwisterkinder aufgenommen wurden, die nicht mehr in die 10 Prozent Härtefallregelung gepasst haben. „Rechtlich haben Geschwisterkinder auf jeden Fall Vorrang“, sagte Helmke Schulze vom Dathe-Gymnasium in Friedrichshain.