Loriot und Evelyn Hamann zeigten perfekt, wie Männer und Frauen aneinander vorbeireden können.
Foto:  dpa/Jahnke

BerlinMänner und Frauen passen einfach nicht zusammen, hieß es einst bei Loriot. Nehmen wir nur meine Frau und mich, wenn wir Eis essen gehen. Wir setzen uns hin, ich im Schatten, sie in der Sonne, und greifen die Eiskarte. Ich blättere zwei Minuten, dann weiß ich: der Nusseisbecher! Das belle ich auch hin, wenn jemand kommt. Meine Frau bestellt ungefähr so: „Ich hätte gerne den Eisbecher mit gemischten Früchten. Aber ohne gemischte Früchte. Dafür mit Erdbeeren. Und statt der drei Kugeln Vanilleeis hätte ich gern Kirsche, Waldfrucht und Schokolade. Und bitte ohne Sahne!“

Nicht nur unsere Geschmäcker sind verschieden. Auch unsere Gehirne arbeiten unterschiedlich. Meine Frau kann sich Zahlen und Texte merken, bei mir läuft alles über Bilder und Musik. Ihr macht alles Spaß, was knifflig ist. Früher hat sie stundenlang am Rubik-Würfel gedreht. Ich würde das Ding höchstens nach einem Einbrecher schmeißen. Sie guckt Krimis, ich romantische Serien. Wenn draußen der Asphalt kocht und das Thermometer 37 Grad anzeigt, sagt sie: „Jetzt fühl ich mich endlich wohl.“ Ich packe mir einen Eisbeutel auf den Kopf und verziehe mich in den Keller.

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