In den Räumen finden Drogenabhängige sauberes Besteck, Hilfe und Beratungsangebote.
Foto: Berliner Zeitung/Markus Wächter

BerlinDas Angebot an Drogenkonsumräumen in Berlin soll ausgebaut werden. „Der Senat hält die Einrichtung von mindestens acht stationären und mobilen Drogenkonsumräumen perspektivisch für erforderlich“, schreibt die Senatsverwaltung für Gesundheit in einer am Freitag veröffentlichten Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der SPD-Abgeordneten Ülker Radzi will.

Wedding, Mitte und Kreuzberg brauchen Fixer-Räume

Bisher gebe es drei Fixerstuben in Moabit, Kreuzberg und Neukölln sowie zwei mobile Standorte in Charlottenburg und Schöneberg. Weitere Räume würden im Wedding, in Mitte und am Kottbusser Tor in Kreuzberg gebraucht, hieß es.

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„Die Mittel dafür und für die Erweiterung der Öffnungszeiten stehen in den Jahren 2020/2021 zur Verfügung.“ Problem der Projektträger sei jedoch das Finden geeigneter Immobilien. In solchen Räumen haben Menschen die Möglichkeit, unter hygienischen Bedingungen Drogen zu nehmen und sich beraten zu lassen.

Es geht tatsächlich darum, diejenigen, die fixen, von der Straße zu holen

Monika Herrmann

„Es geht tatsächlich darum, diejenigen, die fixen, von der Straße zu holen“, hatte die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg Monika Herrmann (Bündnis90/Die Grünen) kürzlich mit Blick auf den ab Sommer 2020 geplanten Standort am Kottbusser Tor gesagt.

Dass Menschen an bestimmten Berliner U-Bahnhöfen, auf Spielplätzen und an anderen öffentlichen Orten Drogen nehmen und teils gebrauchte Spritzen zurücklassen, führt seit Jahren immer wieder zu Beschwerden.