Yakup Ayar (muslimische Gemeinde), Andreas Geisel und Raed Saleh (beide SPD). (v.l.n.r.)
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BerlinBerlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat muslimischen Gemeinden und Vereinen von Menschen mit ausländischen Wurzeln einen besseren Schutz vor rassistischen Angriffen zugesagt. Dazu gehöre die langfristige Bewachung vieler Orte durch die Polizei, sagte Geisel bei einem Besuch der Sehitlik-Moschee in Neukölln am Freitag.

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Opferhilfe ausbauen

Als weitere Maßnahmen nannte Senator Geisel Umbauten zur Verstärkung von Türen und Fenstern, neue Schließanlagen sowie direkte Meldeanlagen zur Polizei. Polizisten müssten sensibilisiert werden, um rassistische Gewalt, auch verbaler Art, einordnen zu können. Die Hilfe für Opfer soll ausgebaut werden.

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Zudem müsse man einen besseren Überblick über die Größenordnung antimuslimischer Angriffe, Bedrohungen und Beleidigungen bekommen. Dazu soll eine Stelle zur Registrierung eingerichtet werden. Geisel hatte nach dem rassistisch motivierten Anschlag in Hanau angekündigt, Moscheen, Synagogen und Vereine besser zu schützen.

Am 19. Februar hatte ein 43-Jähriger in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Dann soll der Mann seine Mutter und sich selbst getötet haben.