Berlin verliert einen hochrangigen Wissenschaftspolitiker: Knut Nevermann, Staatssekretär für Wissenschaft, wechselt in den Ruhestand. Bereits an diesem Freitag wird Nevermann, der im Januar 71 Jahre alt wird, verabschiedet. Sein Nachfolger wird Steffen Krach, zuletzt Leiter der Bund-Länder-Koordinierungsstelle in der SPD-Bundestagsfraktion. Der 35-jährige Politologe war bereits von 2007 bis 2012 in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft tätig, unter anderem als Büroleiter von Senatorin Sandra Scheeres (SPD).

Sie würdigte die Leistungen ihres scheidenden Staatssekretärs. „Knut Nevermann hat als Staatssekretär wichtige Impulse für die Berliner Wissenschaft gegeben“, sagte sie. Er habe maßgeblichen Anteil an der Gründung des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung der Charité und des Max-Delbrück-Centrums sowie an den neuen Hochschulverträgen.

Noch von Scheeres’ Vorgänger Jürgen Zöllner wurde der gebürtige Hamburger Ende 2010 berufen. In Wissenschaft und Politik war Nevermann hoch angesehen. Der Sohn des früheren Hamburger Ersten Bürgermeisters Paul Nevermann absolvierte zahlreiche berufliche Stationen in der Wissenschaft, aber auch im Bildungs- und Kulturbereich. Scheeres erinnerte auch an seine Zeit als Studentenführer. 1966 nahm Nevermann an seinem ersten Sit-in im Henry-Ford-Bau der Freien Universität teil.