BerlinIn der Wilmersdorfer Straße 46 trifft sich in Nicht-Corona-Zeiten, wer auf der Suche nach einer neuen Hose ist, zum Arzt muss oder sich im Fitnessstudio auspowern will. Unter dem Dach des Shopping-Centers Wilma hat sich in den letzten Jahren ein Forum für Aktivitäten des täglichen Lebens in Wilmersdorf entwickelt. Das Prinzip des Einkaufszentrums: Dutzende Einzelhandelsgeschäfte und Dienstleistungsangebote in einem Gebäude zu bündeln. Doch geht es nach den Betreibern, sollen die Gründe, eines der 70 Shopping-Center in Berlin zu besuchen, noch vielfältiger werden. Dafür gibt es gesellschaftsorientierte Konzepte und Ideen, die den Zusammenhalt während der Pandemie stärken und die Bewohner im Kiez näher zusammenbringen sollen.

„Wir haben eine soziale Verantwortung“, sagt Felix Nicke. „Der wollen wir gerecht werden.“ Der Centermanager von Wilma, den früheren Wilmersdorfer Arcaden, findet, dass für ein Shopping-Center längst nicht mehr nur der reine Retailmarkt von Bedeutung ist. Gemeinsam mit den Betreibern mache man sich beispielsweise Gedanken, wie man die Kriminalität im Kiez verringern könne. „In der Corona-Krise haben wir darauf aufmerksam gemacht, dass häusliche Gewalt stattgefunden hat und noch weiter stattfindet“, sagt Nicke. Staubschutzwände wurden während eines Umbaus mit Infos, Plakaten und Stickern zur Kampagne „Stärker als Gewalt!“ des Bundesfamilienministeriums bestückt. Man sammelte auch Spenden für Frauenhäuser.

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