Schlafende Obdachlose in U-Bahnhöfen - das könnte schon bald Vergangenheit sein. Die Berliner Verkehrsbetriebe wollen ihre jahrelange Praxis, bestimmte Bahnhöfe im Winter nachts für Obdachlose zu öffnen, überdenken.

„Es ist noch keine endgültige Entscheidung getroffen, aber wir müssen uns diese Frage stellen“, sagte BVG-Sprecher Markus Falkner am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Er bestätigte einen Bericht der „Berliner Morgenpost“ vom selben Tag.

Ernste Sicherheitsbedenken

Dort hatte BVG-Chefin Sigrid Nikutta vor allem Sicherheitsbedenken geäußert. Nachts bleibe beispielsweise der Starkstrom im Gleisbereich eingeschaltet. „Bei nicht selten mehreren Dutzend Menschen im Bahnhof, die oft unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen, ist das buchstäblich lebensgefährlich“, sagte Nikutta der Zeitung.

Außerdem werde der BVG die Verantwortung für diese Menschen übertragen, dafür seien die Mitarbeiter aber nicht ausgebildet. (dpa)