Berlin - Wenn ein vollgetanktes Flugzeug in Schönefeld startet, auf seiner Route unweit des Forschungsreaktors BER II in Wannsee in Turbulenzen gerät, auf den Reaktor stürzt und eine Kernschmelze auslöst, dann dürften nicht nur die Anwohner, sondern vermutlich alle Berliner etwas von der freiwerdenden Radioaktivität abbekommen.

Das ergibt sich aus dem jetzt veröffentlichten Bericht der Reaktorsicherheitskommission (RSK). Darin heißt es, dass Treibstoffbrände während der Freisetzung von radioaktiven Stoffen „wegen des thermischen Auftriebs zu größeren Freisetzungshöhen “ führen. Dies habe eine niedrigere Strahlenbelastung im Umkreis des Reaktors zur Folge. Im Umkehrschluss bedeutet diese Aussage der RSK aber auch, dass die Radioaktivität mit dem vorherrschenden Westwind weit über das Stadtgebiet verteilt würde. Die RSK empfiehlt, die für den Reaktor vorgesehenen Brandbekämpfungsmaßnahmen mit Blick auf Treibstoffbrände nach Absturz eines großen Flugzeuges zu überprüfen.

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