Böller und Raketen steigen auf der Straße an der Oberbaumbrücke in die Luft.
Foto: dpa/Paul Zinken

BerlinStunden vor dem Jahreswechsel haben in Berlin Böllerwürfe auf Menschen etliche Polizeieinsätze ausgelöst. In Kreuzberg habe ein Mann am Dienstagabend Kinder mit Knallkörpern beworfen, teilte die Polizei auf Twitter mit. 

Auch in Steglitz, Mitte, Friedrichshain und im Wedding seien Menschen Ziele von Böllerwürfen geworden. Ob es bei den Vorfällen Verletzte gab, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Am Gesundbrunnen seien auch Züge der S-Bahn beworfen worden, twitterten die Beamten.

Böller an Autobahn - Schreckschusspistolen in Neukölln

Wenige Stunden vor dem Jahreswechsel haben Unbekannte an der Autobahn 100 in Berlin mit Böllern geworfen. „Zwischen Oberlandstraße und Tempelhofer Damm befinden sich Personen an/auf der Autobahn“, twitterte die Polizei am Dienstagabend. Auch im übrigen Stadtgebiet kam es zu etlichen Einsätze wegen Feuerwerkskörpern.

In Neukölln etwa schossen junge Männer schwere Böller mit einer Steinschleuder quer über die befahrene Sonnenallee. Wie ein Reporter vor Ort berichtete, waren immer wieder laute Explosionen zu hören. Andere Männer feuerten mit Schreckschusspistolen in die Luft.

Polizei: Vergleichsweise normales Einsatz-Aufkommen

Polizeisprecher Thilo Cablitz sprach gegen 21.30 Uhr von einem vergleichsweise normalen Einsatz-Aufkommen für einen Silvesterabend in der Hauptstadt. In den neu eingerichteten Böllerverbotszonen am Alexanderplatz und in Schöneberg rund um die Pallasstraße sei „die Lage bisher gut“.

Die Berliner Polizei schickt in der Silvesternacht rund 2000 zusätzliche Beamte auf die Straße. 550 davon seien für die beiden Feuerwerks-Verbotszonen in Schöneberg und am Alexanderplatz zuständig, wie ein Sprecher bereits am Montag sagte. 140 Polizisten sollten direkt in und an den beiden abgesperrten Gebieten postiert werden. Weitere rund 400 Polizisten sind in der größeren Umgebung der Bereiche um die Pallasstraße und den Alexanderplatz verteilt.

Viele Feuerwehr-Einsätze zu Silvester - „Tendenz steigend“

Mehrere Brände haben am Silvesterabend die Berliner Feuerwehr beschäftigt. An einem Haus in der Leipziger Straße brannte es auf einem Balkon, wie ein Sprecher am Dienstagabend sagte. Ein Mensch wurde dabei verletzt. Rund 40 Einsatzkräfte waren demnach vor Ort. Bis zum frühen Abend verzeichnete die Feuerwehr in der Hauptstadt mehr Einsätze als an normalen Tagen - „Tendenz steigend“, wie der Sprecher sagte. Ob Feuerwerkskörper bei den Bränden eine Rolle spielten, war zunächst unklar.