Berlin - Rund 900 Menschen sind am Samstagabend bei der traditionellen Silvio-Meier-Gedenkdemonstration durch Berlin-Friedrichshain gezogen. Der Demonstrationszug der Linken verlief überwiegend friedlich. Es seien aber zwei Beamte leicht verletzt worden. Wie genau es dazu kam, konnte eine Polizeisprecherin der Berliner Zeitung auch auf Anfrage am Sonntagmorgen nicht genau sagen.

Schon zu Beginn der Demonstration wurde mehrfach Pyrotechnik abgebrannt - etwa auf einem Dach in der Rigaer Straße und im Demonstrationszug. Laut der Sprecherin hätten nach Ende des Marschs einige Teilnehmer versucht, Baumaterial auf die Straße zu legen, zudem seien aus einer größeren Gruppe einige Flaschen geworfen worden.

Der Demonstrationszug war am U-Bahnhof Samariterstraße gestartet und führte unter anderem durch die Rigaer Straße mit früher besetzten Häusern. Er wurde nach Angaben des Polizeisprechers in der Grünberger Straße von den Veranstaltern abgebrochen. Das Motto lautete: „Entschlossen, radikal, offensiv - Antifa”. 

Bei den jährlichen Kundgebungen und Demo-Zügen gab es in der Vergangenheit oft Angriffe auf Polizisten, es werden meist Böller geworfen und Raketen gezündet. Der Hausbesetzer Silvio Meier wurde vor 24 Jahren von Neonazis erstochen. Linke Gruppen gedenken seiner jährlich mit einer Demonstration. (BLZ/dpa)