Viel Spaß beim Ausprobieren! Das twitterte die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am Donnerstagnachmittag. Wie angekündigt wurden in der Bergmannstraße zwei Parklets enthüllt und zur Benutzung freigegeben. Die „Mini-Parks“ (so die Übersetzung des englischen Wortes) schaffen Ruhezonen am Straßenrand. Wo bisher insgesamt bis zu vier Autos parken konnten, stehen nun Holzpodeste mit Sitzgelegenheiten. Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther und Florian Schmidt, Baustadtrat in Friedrichshain-Kreuzberg, probierten sie aus.

„Parklets sollen die Stadt lebenswerter machen und mehr Platz schaffen für Begegnung und Erholung“, sagte die parteilose, von den Grünen nominierte Senatspolitikerin. „Ich bin gespannt, wie die Parklets von diesem vitalen und kreativen Kiez angenommen und genutzt werden“, so der Grünen-Politiker aus dem Bezirk. „Von der Mitwirkung der Öffentlichkeit am Probelauf versprechen wir uns wertvolle Hinweise für ein Gelingen der Testphase“ – der ersten Testphase der geplanten Begegnungszone in der Bergmannstraße.

Tempo 20 für Autos

Wie berichtet soll der Abschnitt zwischen Mehringdamm und Zossener Straße zum Versuchsgebiet werden. Zu den Elementen einer Begegnungszone gehört, dass Autos langsamer fahren müssen (Tempo 20) und es für Fußgänger mehr Platz gibt. Nicht nur am Straßenrand – auch mehr Möglichkeiten, die Fahrbahn sicher zu queren, gehören zu dem Konzept.

Die beiden Parklets vor den Gebäuden mit den Hausnummern 11 und 99 sind die ersten Vorboten. Die eigentliche Testphase für die vorgesehene Umgestaltung soll im Oktober beginnen. „Die Anwohnerinnen und Anwohner werden in diesen Prozess der Umgestaltung intensiv eingebunden“, bekräftigte Günther.