Die rechtswidrige Praxis des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) bei der Flüchtlingsunterbringung hat zu ersten personellen Konsequenzen geführt. Lageso-Chef Franz Allert wurde mit sofortiger Wirkung von dieser Aufgabe entbunden. Das teilte Sozialsenator Mario Czaja (CDU) am Donnerstag mit. „Wir wollen, dass die Fehler aus der Vergangenheit schnell und ohne Ansehen der Person aufgearbeitet werden“, sagte der Senator.

Allerdings bleibt der 60-jährige Spitzenbeamte Präsident des Lageso. Czaja sagte, in seiner Entscheidung habe er auch die Erfolge des seit 2003 amtierenden Behördenleiters etwa bei der Integration Schwerbehinderter berücksichtigt. Zudem verwies er auf ein Disziplinarverfahren der Finanzverwaltung gegen Allert, dessen Ergebnis er abwarten müsse.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.