Skelett-Fund in Berlin-Alt-Hohenschönhausen: Polizei vermutet Tötungsdelikt

Alt-Hohenschönhausen - Nach dem Fund mehrerer Knochen und eines Totenschädels in der Hauptstraße in Alt-Hohenschönhausen gehen die Mordermittler von einem Verbrechen aus. Nachdem die vom Finder der Knochen alarmierten Beamten den Fundort der Knochen am Mittwoch inspiziert hatten, alarmierten sie die Mordkommission.

Die Pressestelle der Polizei hatte kurz darauf zwar mitgeteilt, dies sei „ein normaler Vorgang“, es müsse sich deswegen „nicht um ein Verbrechen handeln.“ Man müsse nun erstmal „gucken, in welchem Zustand sich das Skelett befindet“ und eine Identifizierung vornehmen. Erst dann könne man „versuchen zu rekonstruieren, was passiert ist.“

Polizeiintern wird der Knochenfund jedoch weitaus brisanter eingestuft: entgegen der offiziellen Mitteilung der Pressestelle wird in Ermittlerkreisen sehr wohl von einem Verbrechen ausgegangen. So heißt es in einem polizeiinternen Schreiben (liegt der Redaktion vor) wörtlich: „Da die Tatortsituation auf ein Tötungsdelikt schließen ließ, wurden die Ermittlungen von einer Mordkommission (LKA 112) übernommen.“

Heute Mittag marschierte die Polizei mit einem Großaufgebot auf, Mitarbeiter der Kriminaltechnischen Untersuchung (KTU) sowie Unterstützungskräfte einer Einsatzhundertschaft suchten rund um die Bauruine an der Hauptstraße akribisch nach Spuren und möglichen Hinweisen. Ein Obduktionsergebnis wird für den frühen Abend erwartet.