Berlin - Wenn Maxime Rabot gerade beruflich in Berlin unterwegs ist, nennt er das einen „Tauchgang im Kiez machen“. Sobald er für seine neue Modekollektion Berlin12 eine Schriftart auswählt oder einen Buchstaben zeichnet, ist er davor bereits tagelang durch einen der zwölf Berliner Bezirke gewandert. Der 37-jährige Grafikdesigner will Geschichten und Emotionen in der Hauptstadt finden und für seine Modelinie die Eigenheiten der verschiedenen Berliner Stadtteile herausfiltern. Dafür ist er regelmäßig mit Kamera und Notizblock auf den Straßen unterwegs.

Meist sind es Details, auf die er bei seinen Spaziergängen achtet. Am Theater an der Parkaue in Lichtenberg sind ihm mehrfach Plakate aufgefallen, auf denen Buchstaben umgedreht sind. Ein Merkmal, das Rabot in seinen Schriftzug von Lichtenberg beim zweiten E hat einfließen lassen. Die Striche beim ersten E und dem Buchstaben H sind an das asiatische Alphabet angelehnt und sollen das Dong-Xuan-Center symbolisieren. Rabot ist gebürtiger Franzose und der Liebe wegen vor zehn Jahren in die Hauptstadt gekommen. Mit diesem Blick von außen wie von innen kann er inzwischen viel über das Leben in Berlin und die Befindlichkeiten in den Kiezen erzählen.

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