Berlin - Die Zahl der Berliner, die nach dem Mietendeckel-Urteil des Bundesverfassungsgerichts finanzielle Hilfe beantragt haben, ist noch überschaubar. Acht Tage nach dem Beschluss des Senats für einen Hilfsfonds sind bisher 135 Anträge auf finanzielle Unterstützung eingegangen. Das teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen am Mittwoch mit. In 70 Prozent der Fälle wurden finanzielle Hilfen zwischen 100 und 1500 Euro beantragt, in 30 Prozent der Fälle beliefen sich die benötigten Zuschüsse auf mehr als 1500 Euro. Die Gesamtsumme der benötigten Hilfen beträgt bisher rund 180.000 Euro.

Das Bundesverfassungsgericht hatte den Mietendeckel für nichtig erklärt. Danach gelten wieder die alten Mieten, auf die sich Vermieter und Mieter vor Inkrafttreten des Mietendeckels verständigt haben. Außerdem haben die Vermieter einen Anspruch darauf, dass ihnen die Differenz von den abgesenkten Mieten zu den ursprünglich rechtmäßig vereinbarten Mieten erstattet wird. Um Mietern in Not zu helfen, hat der Senat einen Hilfsfonds mit rund 10 Millionen Euro aufgelegt. Wer Unterstützung benötigt, soll ein zinsloses Darlehen bekommen, das aber zurückgezahlt werden muss.

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