So könnte das neue Hertha-Stadion aussehen.
Foto: Hertha BSC

BerlinWer das Berliner Olympiastadion kennt, der weiß, dass dort bei normalen Bundesligaspielen mit unter 50.000 Zuschauern kaum echte Stimmung aufkommt. Zu weit weg sitzen die Fans auf den Rängen von den Spielern auf dem Rasen. Der Wunsch von Hertha BSC nach einem reinen Fußballstadion ist deswegen verständlich.

Damit Hertha sein Ziel erreicht, was zu wünschen wäre, muss sich der Verein aber sehr viel geschickter verhalten als bisher. Ja, es stimmt, der bereits ins Auge gefasste Standort im Olympiapark dürfte der beste für den Neubau sein.

Hertha stößt Senat vor den Kopf

Hier, ganz in der Nähe des Olympiastadions, gibt es eine perfekte Anbindung an U-Bahn und S-Bahn sowie eine angemessene Zahl an Parkplätzen. Dieser Platz kann aber nur mit diplomatischem Geschick durchgesetzt werden, nicht mit Rechthaberei, wie sie Hertha an den Tag legt.

Erst hat es Hertha nicht verstanden, eine Lösung für 24 Wohnungen einer Genossenschaft zu finden, die dem Stadion-Bau im Weg stehen. Jetzt stößt Hertha den Senat bei der Suche nach einem Ersatz-Standort vor den Kopf, indem der Verein mitten in der Prüfung erklärt, dass der beste Platz im Olympiapark sei.

Hierbei auch noch eine Bebauung des denkmalgeschützten Maifelds ins Gespräch zu bringen, zeugt leider von wenig Fingerspitzengefühl. So wird das nie was, Hertha!