Jakob war sieben Jahre alt, als ihm im Schulbus eines klar wurde: Seine Familie ist anders. Anders als die seiner Mitschüler. Jakob hatte soeben erwähnt, dass er zwei Mütter hat – und keinen Vater. Aber von Häme keine Spur. Kinder können gemein sein. Müssen sie aber nicht. Kinder sind in erster Linie neugierig. Statt Ausgrenzung und Spott kam ihm ein Schwall von Fragen entgegen – und der Siebenjährige genoss die Aufmerksamkeit.

Jakob war ein Wunschkind seiner leiblichen Mutter Jo, einer Deutschen, und deren US-amerikanischer Freundin Rachel. Das Paar erfüllte sich den Kinderwunsch mithilfe einer Samenbank und künstlicher Befruchtung. Es brauchte mehrere Versuche, viel Geduld und noch mehr Geld, doch schließlich war Jakob endlich da. Die junge Familie lebte damals in der US-Stadt Yonkers bei New York.

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