Berlin - Am 1. August 1936 entzünden erstmals Fackelläufer die olympische Flamme, im Berliner Olympiastadion, wo die Eröffnungsfeier der Sommerspiele stattfindet. Wochen zuvor wird die deutsche Bevölkerung aufgerufen, durch höfliches Verhalten Vorurteile gegenüber dem deutschen Volk aus der Welt zu schaffen, während in Berlin lebende Sinti und Roma in ein Zwangslager am Stadtrand gebracht werden. Im Stadion strecken 93.000 Zuschauer den rechten Arm aus, was damals auch der olympische Gruß ist. Doch gilt die Geste eher Adolf Hitler, während dessen Rede ein Luftschiff mit vier Hakenkreuzen und fünf Ringen kreuzt. 

Es sind schlimme Bilder, die sich in diesem Jahr zum 85. Mal jähren und im Jahr 2036 zum 100. Mal. Dennoch oder gerade deswegen entbrennt, während in Tokio gerade viel kritisierte Spiele laufen, die Diskussion, ob Berlin sich wieder bewerben sollte. „Eine Nicht-Bewerbung für 2036 wäre peinlich und feige“, schrieb der frühere Diskus-Olympiasieger Robert Harting jüngst auf T-Online.de. „Deutschland kann zeigen, was es seitdem erreicht hat.“ Von einer Doppelbewerbung mit Tel Aviv war gar vor drei Monaten die Rede. Wie realistisch sind solche Pläne? Will und braucht Berlin Olympia und das ausgerechnet 2036?

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