Berlin - Sommer in der Berliner U-Bahn ist nichts für zarte Gemüter und feine Näschen. Es ist warm. Es ist voll. Die Luft ist dick. Nicht selten bleiben Fahrgäste mit nackten Armen an Haltestangen, Fenstern oder aneinander kleben. Und über all' dem hängt zu allem Übel auch noch eine unangenehme Duftmischung aus menschlichen Körpersäften – und manchmal auch Döner.

Trinkt Wasser, tragt Deo!

Doch die Berliner sind da nicht allein. Auch in anderen Metropolen leiden die Passagiere von Metro, Subway, Tube und Co. im Sommer gemeinsam vor sich hin. So zum Beispiel in London, wo die Betreiber des Transport for London ihre Fahrgäste regelmäßig mit Plakaten dazu anhalten, bei hohen Temperaturen immer genug Trinkwasser bei sich zu haben.

Eines dieser Plakate nahm sich im vergangenen Sommer ein Londoner Witzbold vor und veränderte es folgendermaßen:

Übersetzt steht darauf:

„Bitte habe immer Wasser bei Dir.
Es ist Sommer in London. Das heißt, die Bahn riecht als hätte jemand einen Schinken 16 Jahre lang hinter einer Heizung gelassen.

Wir wissen, dass es warm ist, Jeder weiß, dass es warm ist, also habe Wasser bei Dir, damit Du verdammt nochmal nicht umkippst.

Bitte trage Deo auf. Du wirst Dich vielleicht selbst nicht riechen können, aber der Rest von uns kann es und Du riechst furchtbar.“

Der BVG-Konter sitzt

Die BVG wäre allerdings nicht die BVG, wenn sie zulassen würde, dass jemand den besseren Witz über miefende Bahnen im Sommer gemacht hat und reagiert nun nach Bitten einiger Social-Media-Nutzer mit einem ganz eigenen, ziemlich berlinerischen Plakat auf den Londoner Scherzkeks. Und erntet damit wieder einmal etliche Lacher im Internet.

Im April hatte uns die BVG außerdem schon mit diesem Kunstwerk beglückt:

Wien als Vorbild?

So sehr der eine oder andere aber auch über die Scherze der BVG lachen mag, die Luft in den Berliner U-Bahnen bleibt trotzdem zum Wegriechen. Vielleicht ist das Beispiel der Wiener Verkehrsbetriebe eines, dem es sich zu folgen lohnt. Ohne viel Gewese verteilten diese nämlich vor wenigen Tagen Deo an ihre Fahrgäste. Bleibt nur zu hoffen, dass manche es auch vor Fahrtantritt benutzen.