Berlin - Er begeistert mit Liedern („Hier kommt Kurt“) und Sketchen die Menschen. Doch nun ist es bei Frank Zander, 79,  mit der guten Laune vorbei. Der Star, der sich für Obdachlose einsetzt, ihnen zu Weihnachten Gänsebraten serviert, muss nun bis Ende Oktober aus seiner Wohnung raus, in der er mit Frau Evy seit 54 Jahren lebt. Das Amtsgericht Charlottenburg entschied dies in einer Räumungsklage des Vermieters. „Meinen Eltern geht es sehr schlecht“, sagt Sohn Marcus Zander der Berliner Zeitung. „Ich habe meinen Vater noch nie so bedrückt erlebt.“

Für seine Eltern sei es unfassbar, dass sie durch ein Gerichtsurteil ihre Wohnung an der Witzlebenstraße verlieren sollen. „Seit 54 Jahren wohnen sie dort. Das ist fast ein halbes Menschenleben. Das gibt man nicht so einfach auf“, sagt der Sohn. Sein Vater will um die Wohnung kämpfen. „Als Ur-Berliner fühlt er sich mit seinem Charlottenburger Kiez eng verbunden. Und einen alten Baum verpflanzt man nicht. Frank lehnte daher auch das Angebot ab, nach Brandenburg zu ziehen. Er sucht auch noch keine Wohnung in Berlin.“

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