Berlin - Berliner Schüler sollen an ihren Schulen künftig nicht mehr nach ihrer Herkunft erfasst werden. Das fordern Politiker und Eltern. Bisher müssen Eltern auf dem Schulanmeldungsbogen angeben, was für eine Sprache ihr Kind vornehmlich zu Hause spricht. Häufig geben Eltern dann Türkisch, Arabisch oder Polnisch an. Ein solches Kind ist dann nichtdeutscher Herkunftssprache, schulbürokratisch abgekürzt ndH.

Überprüft wird die Richtigkeit der Angaben nur sporadisch von den Schulsekretärinnen. Sind mehr als 40 Prozent solcher Kinder vertreten, erhält eine Klasse erheblich mehr Lehrerstunden. Berlinweit sind es um die 500 Lehrerstellen, was mehr als 30 Millionen Euro jährlich kostet. Dadurch entsteht in vielen Berliner Schulklassen eine paradoxe Situation: Fast alle Kinder in einer Klasse haben einen deutschen Pass, dennoch beträgt der Anteil der Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache nahezu 100 Prozent.

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