Für den Bau von Sozialwohnungen wurden die Programmjahre 2019 und 2020 zusammengelegt. So sollen insgesamt 8500 Wohnungen entstehen. 
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BerlinDer Bau von Sozialwohnungen kommt in Berlin nur schleppend voran. Eigentlich sollte im vergangenen Jahr der Bau von 4000 neuen Wohnungen bewilligt werden, die mit Förderung des Landes entstehen. Tatsächlich waren es aber nur 1778 Wohnungen. Das teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung jetzt mit.

Als Grund für den Einbruch der Bewilligungszahlen führte die Senatsverwaltung die Überarbeitung der Förderungsbestimmungen an. Die neuen Bestimmungen mit verbesserten Konditionen seien Ende August in Kraft getreten. Bewilligungen neuer Projekte seien erst ab September 2019 erfolgt.

Um den zeitlichen Verzug auszugleichen, seien die Programmjahre 2019 und 2020 mit einem Gesamtvolumen von 8500 Sozialwohnungen zusammengelegt worden, so die Behörde.

„Die Bewilligung von 1778 geförderten Neubauwohnungen ist mit Blick auf den kurzen Zeitraum seit Einführung der neuen Förderbestimmungen ein wichtiger Zwischenschritt zur Erfüllung der Ziele in den Programmjahren 2019/20“, sagte Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke).

Wohnberechtigungsschein für Sozialwohnungen nötig

„Gleichzeitig wird deutlich, dass die Anstrengungen in diesem Jahr nochmals erhöht werden müssen.“ Mit dem neuen Förderprogramm seien „attraktive Rahmenbedingungen geschaffen“ worden, insofern sei sie zuversichtlich, die gesteckten Ziele zu erreichen, so Lompscher. Mit den neuen Förderbestimmungen reagiert der Senat auf die gestiegenen Kosten im Wohnungsbau.

Die Förderdarlehen wurden erhöht, was auch wegen der gestiegenen Grundstückskosten nötig wurde. Der maximale Förderbetrag je Quadratmeter Wohnfläche beträgt je nach Fördermodell 1800 oder 1500 Euro. Die Mittel werden zum Teil als zinsloses Darlehen, zum Teil als Zuschuss gezahlt.

Von den geförderten Wohnungen sollen 1283 je nach Einkommen zu Anfangsmieten von 6,50 und 6,70 Euro je Quadratmeter kalt angeboten werden. Weitere 495 Wohnungen sollen für 8,20 Euro je Quadratmeter auf den Markt kommen. Für den Bezug aller geförderten Wohnungen ist ein Wohnberechtigungsschein (WBS) erforderlich.