Rad in Amsterdam. 
Foto: imago images / Westend61

Amsterdam - Seit einem guten Dreivierteljahr schreibe ich an dieser Stelle nun schon aus Amsterdam diese Kolumne über alles, was ich an Holland seltsam finde (das ist zumindest die Arbeitshypothese, die ich im Kopf habe). Und um ein Thema habe ich bislang einen großen Bogen gemacht, obwohl es so naheliegend ist: das Fahrradfahren. Wobei ich sagen muss, so besonders seltsam finde ich Fahrradfahren eigentlich gar nicht, ich tue es bloß selbst nicht. Seltsam finde ich dann aber, mit welch missionarischem Eifer all meine niederländischen Freunde mich davon überzeugen wollen, der U-Bahn und Tram die Treue zu brechen und mir endlich ein ordentliches Fiets zuzulegen, so heißen Fahrräder hier. „Respektiert unsere kulturellen Unterschiede“, fordere ich sie dann auf. „Integration ja, Assimilation nein!“ Es ist ja nicht unbedingt verrückt, dass in einem Land ohne Automobilindustrie und -lobby das Fahrrad das bessere Statussymbol ist. Selbst Premier Mark Rutte lässt sich regelmäßig dabei filmen, wie er zu Parlamentssitzungen im Haager Binnenhof radelt.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.