Kunden der Berliner Sparkasse müssen demnächst mehr für die  Kontoführung bezahlen: Ab 1. Dezember steigen die Gebühren für verschiedene Dienstleistungen. Für Neukunden gelten sie bereits.

Private Kunden können  somit  nach Bedarf und unabhängig vom Einkommen zwischen drei Kontomodellen wählen: Das Onlinekonto „Giro Digital“ kostet künftig drei  Euro monatlich statt wie bisher zwei Euro. Die Sparkassen-Card ist hier nicht mehr umsonst, sondern kostet 8,50 Euro im Jahr. Das Pauschalkonto „Giro Pauschal“ ersetzt das bisherige Modell „Komfort“ und kostet neu sieben Euro  statt bisher vier Euro.  Damit sind alle Dienstleistungen erfasst. Hier ist die Sparkassen-Card inklusive.

Preis für Kreditkarten steigt

Neu ist das  Modell „Giro Individual“, das im Grundpreis einen  Euro kostet. Dafür werden Überweisungen, Gut- und Lastschriften sowie weitere Leistungen extra berechnet. Für die Sparkassen-Card müssen bei diesem Modell auch 8,50 Euro im Jahr bezahlt werden. Bislang kostenfreie Münzeinzahlungen (Safebag) kosten nunmehr in jedem Fall 7,50 Euro.

Die Kreditkarten werden ebenfalls teurer. Die Visa Card Basis kostet neu 42 Euro statt 36 Euro im Jahr.  Die Kreditkarte Classic steigt von 30 Euro auf 39 Euro jährlich, die Partnerkarte von 15 Euro auf 29 Euro. Die Kreditkarte Gold erhöht sich von 72 Euro auf 78 Euro, eine Partnerkarte kostete hier statt 36 Euro nun 59 Euro. Auch Firmenkunden müssen mehr bezahlen. Das Firmenkonto  Komfort steigt von 12,50 Euro auf 16 Euro, zudem werden bei weiteren Leistungen höhere Zahlungen fällig.

Schwierigkeite wegen Nullzinspolitik

Die Sparkasse begründet die Erhöhungen mit gestiegenen Kosten und  den Schwierigkeiten aufgrund der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank.  Es würden jedoch faire Preise für einen guten Service verlangt, betonte das Kreditinstitut. „Die Kontomodelle berücksichtigen das veränderte Nutzungsverhalten der Kunden. Die Preise sind wie bisher transparent, aber stärker verursachergerecht“, sagte Vorstandsmitglied Tanja Müller-Ziegler. Die Sparkasse hatte zuvor eine Kundenbefragung durchgeführt, wie hoch die Bereitschaft der Kunden sei, für Service und Leistungen zu zahlen. Insgesamt bestehen bei der Sparkasse 1,3 Millionen Girokonten. Alle Kunden sollen in diesen Tagen über die Änderungen informiert werden.

Kostenfrei bleibt die Kontoführung bis zum 25. Geburtstag – unabhängig vom Kontomodell. Die Berliner Sparkasse hatte ihre Kontomodelle zuletzt 2009 überarbeitet – bei den Firmenkunden 2007 – und seither die Preise stabil gehalten.