Berlin - Vor dem Hintergrund der ab Montag geplanten Einschränkungen des öffentlichen Lebens hat auch die Berliner SPD entschieden, ihren Parteitag zu verschieben – und damit den Wechsel an der Parteispitze von Michael Müller zu Bundesministerin Franziska Giffey und dem Fraktionsvorsitzenden Raed Saleh. Diese Entscheidung traf der Vorstand am Donnerstag nach tagelangen internen Diskussionen über den Umgang mit der Corona-Pandemie. Die Wahl soll stattdessen digital stattfinden, sobald die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen sind. „Als Regierungspartei müssen wir den Menschen im Land Vorbild sein und mit ihnen gemeinsam diese Einschränkungen durchstehen“, sagte Giffey.

Ursprünglich sollten knapp 300 Delegierte am Sonnabend im Neuköllner Estrel-Hotel zusammenkommen, um mit Giffey und Saleh erstmals eine Doppelspitze für die Berliner SPD zu wählen. Als ausgemacht gilt, dass Giffey bei der Abgeordnetenhauswahl 2021 als Spitzenkandidatin antreten soll. Teile des Vorstands wollten an der Wahl festhalten, um den Start in den Wahlkampf nicht weiter zu verzögern.

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