Pannier- Ecke Weserstraße: Im Neuköllner Party-Epizentrum wurde nicht überall auf die neue Sperrstunde geachtet. 
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Benjamin Pritzkuleit

BerlinUm halb zwölf noch ist es auf der Weserstraße in Neukölln voll wie immer. Jedenfalls auf dem Abschnitt zwischen Reuterplatz und Pannierstraße, wo sich Bars, Restaurants und Kneipen aneinanderreihen, dazwischen Small Ali, ein Späti. Aber der Eindruck täuscht. Als ein Gast nach einem Bier fragt, sagt die Frau hinter der Plexiglasscheibe vor dem Tresen im Silver Future: „Wir machen in einer halben Stunde zu.“ Nebenan, im Kaduka, kommt man fünf Minuten später schon gar nicht mehr rein. „Wir hatten  schon letzte Runde“, sagt der Kellner. „Du wirst hier gleich nirgendwo mehr was zu trinken bekommen, nicht mal an einer Tankstelle.“

In der Nacht von Freitag auf Sonnabend um null Uhr sollen die Ausgeh-Orte schließen in der Stadt der langen Nächte, die seit 71 Jahren keine Sperrstunde kennt. Von Sonnabend gilt die Sperrstunde dann bereits 23 Uhr. Bis Ende Oktober soll die neue Regelung zunächst gelten. Das soll helfen, die Pandemie zu bekämpfen.

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