Tennis, wie hier auf der Anlage von TC 1899 Blau-Weiss, lässt sich recht problemlos ohne Körperkontakt zum Gegner spielen. 
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BerlinNun also auch der Sport. Während das Öffnen von Läden und Schulen nach wochenlangem Corona-Shutdown die Schlagzeilen dominiert, hat sich fast unbemerkt auch im Sport der Stadt etwas getan. Mehrere Bezirke – unter anderem Tempelhof-Schöneberg oder Charlottenburg-Wilmersdorf – haben in den vergangenen Tagen bereits kommunale Sportanlagen wieder geöffnet, Neukölln zum Beispiel soll am Montag folgen.

Doch auch dort herrschen die bekannt scharfen Corona-Regeln. So dürfen weder fest installierte Sportgeräte genutzt werden, noch werden Umkleiden, Duschen und die damit verbundene Toiletten geöffnet.

In einer Mitteilung des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg heißt es, dass mit der Öffnung „das kontaktlose Sporttreiben im Freien unter bestimmten Voraussetzungen ermöglicht“ werde. Gestattet seien demnach nur „sportliche Aktivitäten allein, mit Angehörigen des eigenen Haushalts oder mit einer anderen Person unter Wahrung des Mindestabstands von 1,5 Metern.“ Weiter unzulässig blieben „Aktivitäten von Trainingsgruppen und Mannschaftssport“. Im Detail heißt es aus Neukölln zum Beispiel, dass „die kontaktarme Sportart Tennis unter der Auflage gestattet ist, dass pro Feld nur zwei Spieler*innen gleichzeitig gegeneinander antreten“. Fragt sich, wo eine kommunale Tennis-Anlage in akzeptablen Zustand zu finden ist.

So oder so sind dies keine guten Nachrichten, etwa für den Berliner Fußball-Verband, mit seinen fast 160 000 Mitgliedern der mit Abstand größte Sportverband der Stadt. Dabei hatte noch am Dienstag Sportsenator Andreas Geisel (SPD) Sportvereine als „Rückgrat der Gesellschaft“ bezeichnet. Sie müssten  unterstützt werden. Deshalb wolle der Senat in „absehbarer Zeit“ einen Rettungsschirm beschließen.

Für Betreiber von privaten Sportanlagen oder Fitnessstudios hatte der Senator dagegen kein gutes Wort parat. Für diese gebe es noch keine Öffnungsszenarien, sagte Geisel.