BerlinGregor Seyffert, der geschasste künstlerische Leiter der Staatlichen Ballettschule Berlin, muss ab sofort vom Land weiter beschäftigt werden. Die Bildungsverwaltung ist mit dem Versuch, ihn loszuwerden auf ganzer Linie gescheitert: Beide Kündigungen sind unwirksam, die fristlose wie die fristgerechte. Das steht in der Urteilsbegründung des Arbeitsgerichts vom 28. Oktober, das jetzt vorliegt. Der Richter folgt Seyfferts Klage gegen seine Kündigung in allen Punkten, die Entscheidung gilt, auch eine Berufung nutzt nichts. De facto hat die Ballettschule wieder einen künstlerischen Leiter.

Und was folgt daraus: Nichts. Die SPD-Bildungssenatorin Sandra Scheeres scheint es nicht zur Kenntnis nehmen. Auf Nachfrage heißt es, man äußere sich nicht zu Personaleinzelfragen. Als sie den beiden Leitern der Schule Hausverbot erteilte, begründete sie den Schritt durchaus vor der Presse. Seyfferts Anwalt Jens Brückner fragte schon vor drei Wochen nach Vorschlägen zur weiteren Beschäftigung für seinen Mandanten – und wird auch ignoriert.

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