Berlin - Berlins Staatsanwaltschaft erklärt die sogenannte Schießstandaffäre für beendet. Das Ermittlungsverfahren dazu wurde eingestellt, wie die Anklagebehörde am Donnerstag mitteilte. Das bedeutet: Die einstige Polizei-Vizepräsidentin und heutige Generalstaatsanwältin Margarete Koppers hat nichts mehr von den ihr unterstellten Ermittlern zu befürchten. Abgeschlossen wurden auch die Verfahren gegen die ehemaligen Polizeipräsidenten Dieter Glietsch und Klaus Kandt. Der Vorwurf lautete Körperverletzung im Amt im Zusammenhang mit dem polizeilichen Schießtraining.

Wie berichtet, beruhten die seit Jahren andauernden Ermittlungen auf Strafanzeigen, meist von betroffenen Polizisten. Sie warfen der früheren Polizeiführung vor, von 2002 bis 2016 nichts gegen die maroden Abluftanlagen in den Schießständen getan zu haben, um die trainierenden Polizeibeamten vor den giftigen Pulverdämpfen zu schützen. Zahlreiche Polizisten und Schießtrainer erkrankten, 18 von ihnen starben.

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