Der Angeklagte 2017 im Gerichtssaal.
Foto: Wolfgang Mrotzkowski

BerlinWegen Brandstiftung an Autos in neun Fällen hat die Berliner Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 30-Jährigen erhoben. Marcel G. soll zwischen Juli und Anfang August dieses Jahres in Berlin und Hamburg bei neun Brandstiftungen insgesamt 15 Autos angezündet und zerstört oder beschädigt haben.

In der Nacht des 30. Juli soll er in Tiergarten zwei Autos  angezündet und dabei billigend in Kauf genommen haben, dass der Brand auf das benachbarte Wohnhaus in der Lützowstraße übergriff und die Bewohner des Hauses gefährdete. In der Nacht des 6. August  soll er in Hamburg ein Auto angezündet und versucht haben, einen weiteren Pkw in Brand zu setzen. Kurz darauf nahmen Polizisten ihn im Bereich des Hamburger S-Bahnhofes Reeperbahn fest.

Der Angeklagte saß bereits zweimal in Haft

Laut Staatsanwaltschaft konnte der einschlägig erheblich vorbestrafte Mann vor allem durch DNA-Spuren, Zeugenaussagen und den Einsatz von Personenspürhunden überführt werden.

Marcel G., der sich abwechselnd der linken und der rechten Szene zurechnete, saß schon zweimal in Haft: nach Serienbrandstiftungen in Hamburg 2012 und nach Brandstiftungen an Autos in Berlin 2016. Ende vergangenen Jahres wurde er aus der Haft entlassen. Jetzt sitzt er in der JVA Moabit in Untersuchungshaft. Ein Termin für den Prozessbeginn steht noch nicht fest.