Berlin - Das Stadtbad Neukölln zählt zu den schönsten Bädern Berlins: Nach dem Vorbild römisch-griechischer Thermenanlagen entstanden zwischen 1912 und 1914 eine große und eine kleine Badehalle – beide Becken sind mit einem Säulengang umgeben. Dazwischen liegt das aufwendig gestaltete Römische Bad im zweiten Obergeschoss, in dem mittlerweile eine Saunalandschaft untergebracht ist. Nach langer pandemiebedingter Pause ist die Sauna seit Sonnabend wieder geöffnet, teilten die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) mit. Geschwitzt werden kann dort sonnabends und sonntags von 11 bis 15 Uhr und von 16 bis 20 Uhr, sowie dienstags bis freitags jeweils von 9.30 bis 13 Uhr, 14 bis 17.30 Uhr und 18.30 bis 22 Uhr. Am Montag bleibt die Saunalandschaft  Frauen vorbehalten – und zwar von 12.30 bis 16.30 und 17.30 bis 21.30 Uhr.

Auch ein reines Frauenschwimmen ist nun wieder möglich. Immer montags ist die große Schwimmhalle ausschließlich für Frauen reserviert – ein Angebot, das sich nicht nur an muslimische Frauen richtet.

Spreewaldbad bleibt vorerst geöffnet

Familien, die montags baden gehen wollen, steht als Alternative beispielsweise das Kreuzberger Wellenbad offen. Ursprünglich sollte die Einrichtung am Spreewaldplatz für eine grundlegende Sanierung schließen, doch weil die finale Finanzierungszusage über den zweistelligen Millionenbetrag noch aussteht, konnten die Bauarbeiten bislang nicht beginnen, so Unternehmenssprecher Matthias Oloew. Daher haben sich die BBB entschlossen, die gemeinhin „Spreewaldbad“ genannte Einrichtung zunächst wieder zu öffnen. An der grundsätzlichen Entscheidung, das Wellenbad zu sanieren, habe sich aber nichts geändert.

Für alle Hallenbäder der Berliner Bäder-Betriebe gilt die 3-G-Regel. Alle Gäste sind verpflichtet, die entsprechenden Nachweise beim Betreten des Bades vorzulegen. Eintrittskarten für die Schwimmbäder gibt es online und an der Kasse. Für die Sauna des Stadtbades Neukölln sind Tickets ausschließlich an der Kasse erhältlich.