Berlin - Großer Frust im öffentlichen Nahverkehr: Zehntausende Bahnpendler müssen sich sechs Wochen lang an neue Reisewege gewöhnen und teilweise deutlich mehr Fahrzeit einplanen. Von Dienstag an bis zum 14. Oktober fahren keine Fern- und Regionalzüge auf der Stadtbahn zwischen Hauptbahnhof und Bahnhof Zoologischer Garten. Alle Regionalzüge enden am Hauptbahnhof, dem Zoo und dem S-Bahnhof Charlottenburg. Grund für die Sperrung der wichtigen Ost-West-Verbindung sind notwendige Arbeiten an den Brückenkonstruktionen im Bereich des Hauptbahnhofs. 

Fahrgäste sind auf S-Bahn angewiesen

Die Bahn rät, auf die S-Bahn (S3, S5, S7, S9) auszuweichen. Das kann vor allem am Zoologischen Garten mit sehr langen Wegen verbunden sein. Denn die Haupthalle als direkte Verbindung zwischen den Bahnsteigen von S-Bahn und Regionalbahn ist seit Monaten geschlossen. Trotz der vielen Reisenden bleibt am Dienstag ein Informationsschalter der Bahn geschlossen.

Bahn rät von Busersatzverkehr ab

„Ein Busersatzverkehr ist eingerichtet. Aber wegen der Stadtlage sind die Busse verspätungsanfällig“, sagte ein Bahnsprecher am Dienstagmorgen. Der S-Bahn-Takt werde während der Bauarbeiten nicht erhöht.

Dafür gebe es bei nur zwei Gleisen keine Kapazität, hieß es von der Bahn. Erst am Montagmorgen hatte es auf der Stadtbahn stundenlang Zugausfälle und Verspätungen bei der S-Bahn gegeben. Auslöser war eine Stellwerksstörung im Bereich des Berliner Hauptbahnhofs. (BLZ mit dpa)