Berlin - Die Sanierung des Gebäudes ist wieder ein Stück näher gerückt. Der Vorstand von DB Station & Service hat das nötige Geld freigegeben, damit nun die Entwurfs- und Genehmigungsplanung erarbeitet werden kann. „Er hat sich grundsätzlich zu dem Bauvorhaben Sanierung des Bahnhofs Zoologischer Garten bekannt und die Planung angestoßen“, sagte ein Bahnsprecher der Berliner Zeitung am Montag. Damit sei eine wichtige Entscheidung getroffen worden, um das Projekt weiter voranzubringen.

Die City West boomt. Das langgestreckte Bikini-Haus an der Budapester Straße wird saniert. Ebenfalls nicht weit vom Bahnhof Zoo entfernt eröffnet bald das Luxushotel Waldorf Astoria, nebenan wird ein weiterer Wolkenkratzer in die Höhe wachsen. Während rund um den Verkehrsknotenpunkt am Hardenbergplatz ein Projekt nach dem anderen beginnt, hat das Stationsgebäude zum letzten Mal in den 1980er-Jahren Bauarbeiter gesehen. Anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins 1987 ließ der Senat den Bahnhof aufhübschen. Dabei ist es bis heute geblieben. Zwar wurden vor Jahren Umbaupläne erarbeitet, aber die DB legte sie 2006 zur Seite. Es hieß, der Hauptbahnhof sei wichtiger.

Doch inzwischen hat die DB erkannt, dass sie etwas tun muss, um in der City West mithalten zu können. Darum berief André Zeug, Vorstandschef von DB Station & Service, für den vergangenen Donnerstag eine Sondersitzung ein, bei der es nur um die Sanierung des Bahnhofs Zoo ging. Nun sollen bis Frühsommer 2013 die Entwürfe gezeichnet werden. Dann muss der DB-Vorstand darüber befinden, ob er mehrere Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt freigibt, der von 2014 an verwirklicht werden soll. Aber das dürfte dann nur noch eine Formalie sein. Die Grundentscheidung ist am Donnerstag gefallen, hieß es.

Mehr Tageslicht in die Halle

Wie berichtet gibt es bereits erste Konzepte. So sollen die Terrassen am Zoo wieder zum „Freisitz“ werden, auf dem die Gäste unter freiem Himmel Kaffee trinken können. So hatte das Restaurant zu Beginn ausgesehen, nachdem es 1957 eröffnet worden war. Damals hatte es einen ersten Investitionsschub gegeben. Die bis dahin offene Fernbahnhalle wurde 1955 verglast. Danach entstand das auf Stützen ruhende Terrassen-Restaurant mit Blick auf den Hardenbergplatz. In diesem Bereich will die DB 2014 auch damit beginnen, die Fassade transparenter zu gestalten und mehr Tageslicht ins Innere des Bahnhofs zu lassen.

Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf begrüßte es, dass die Bahn das Geld für die Planung freigegeben hat. „Wir finden es gut, dass sie sich zu dem Sanierungsprojekt bekennt und es konstruktiv angeht“, sagte Marc Schulte (SPD), Stadtrat für Stadtentwicklung. Der Bezirk werde sich nun mit dem Hardenbergplatz befassen. „2013 wird dazu ein Ideenwettbewerb beginnen“, so der Baustadtrat. Er bekräftigte den Beschluss, nur dann eine Tiefgarage zu erlauben, wenn sie nicht mehr als 300 Stellplätze umfasst. Pläne, einen Teil des Busverkehrs in die Jebensstraße zu verlegen, würden nicht weiter verfolgt.