Berlin - Das Berliner Stadtmagazin "tip" hat auch in diesem Jahr wieder die 100 peinlichsten Hauptstädter gekürt. Auf Platz Eins landet 2014 Monika Herrmann, Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, die sich "für alles nie so richtig verantwortlich zeigen wollte. Mal ist der Senat Schuld, mal der Bund oder einfach Frank Henkel."

Der vermeintlich schuldige Berliner Innensenator reiht sich direkt dahinter ein, dank seiner Unauffälligkeit und Hilfsbereitschaft, die "leider immer noch große Defizite" habe, wie die "tip"-Redaktion befand.

Natürlich befindet sich auch Ex-Fritz-Moderator und Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen unter den peinlichsten Berlinern. "Die Trolle aus dem Internet finden in ihm ein Sprachrohr, der Pegida dürfte er zumindest Teile des ungeistigen Bodens bereitet haben", lautet die Erklärung.

Die Liste der 100 peinlichsten Berliner wird seit dem Jahr 2000 von der tip-Redaktion bestimmt. Einige Berliner, beispielsweise Hartmut Mehdorn und BILD-Chefredakteur Kai Diekmann, schaffen es immer wieder auf die Liste. Skandal-Rapper Bushido "stürzt" im wahrsten Sinne vom Thron der Berliner Peinlichkeit auf den 24. Rang ab.

Im Jahr 2013 belegte er den ersten Platz mit der Begründung der "tip"-Redaktion, er habe „mit gewaltverherrlichenden Texten auf Schulhof-Niveau hervorgetan“. Dieses Jahr prangert das Magazin den Vorwurf häuslicher Gewalt gegen ihn an. Er soll seine Frau geschlagen haben. (BLZ)

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version dieses Artikels stand in unserer Fotostrecke zu lesen, dass Ken Jebsen selbst an den Pegida-Demonstrationen teilgenommen hat. Wir entschuldigen uns für diesen Fehler. Fakt ist, dass Ken Jebsen an den Montagsdemos der so genannten "Friedensbewegung 2.0" teilgenommen hat.