Die Zahl der geplanten Hochhäuser am Alexanderplatz soll doch nicht vergrößert, sondern reduziert werden. Das geht aus den überarbeiteten Plänen hervor, die der Architekt Hans Kollhoff und Senatsbaudirektorin Regula Lüscher am Montag beim zweiten Bürgerworkshop zum Alexanderplatz präsentierten.

Die Planungen für ein Hochhaus an der Karl-Marx-Allee/Ecke Otto-Braun-Straße sowie für ein Hochhaus am Standort des Berliner Verlages werden danach nicht weiter verfolgt. Damit verringert sich die Zahl der Hochhäuser von zuletzt elf auf neun.

Handfeste Überraschung beim ersten Bürgerworkshop

Architekt Hans Kollhoff hatte beim ersten Bürgerworkshop zur Überarbeitung seines Masterplans für den Alex Anfang September noch für eine handfeste Überraschung gesorgt. Denn eigentlich war erwartet worden, dass Kollhoff eher weniger als mehr Hochhäuser planen würde. Zehn Hochhäuser sah der Entwurf vor, der zu überarbeiten ist.

Doch beim ersten Bürgerworkshop präsentierte Kollhoff ein elftes Hochhaus an der Karl-Marx-Allee/Ecke Otto-Braun-Straße. Da dort zuvor kein Hochhaus vorgesehen war, soll auch künftig keines an der Stelle entstehen. Auch an der Situation am Haus des Berliner Verlags soll sich nichts ändern.

Das Gebäude steht mit dem früheren Pressecafé unter Denkmalschutz. Lüscher sagte, ein Abriss des Cafés, wie erwogen, sei „keine Option“. Überdies solle. Offen ist die Bebauung hinterm ehemaligen Haus des Reisens, das auch unter Denkmalschutz steht. Diskutiert werden drei Varianten mit Türmen, die 150, 120 oder 70 Meter hoch sind. Das neue Konzept zum Alex soll 2016 fertig sein.