Die Touristenbusse zuckeln mit vielen Leuten durch die Straßen Berlins.
Foto: Berliner Zeitung/Paulus Ponizak

BerlinHop on, hop off: hier ein- und dort aussteigen, nach Lust und Laune! So sind viele Stadtrundfahrten konzipiert. Doch einheimischen Kraftfahrern sind die Busse ein Dorn im Auge, weil sie oft langsam fahren. Das sieht auch Henner Schmidt (FDP) so:   „Die Busse entwickeln sich zunehmend zur Verkehrsbremse.“

Er forderte „eine klarere Kennzeichnung der Haltepunkte und die Begrenzung des Ein- und Aussteigens auf diese Haltepunkte, ein Unterbinden von extrem langsamem, verkehrsbehinderndem Fahren vor Sehenswürdigkeiten und auch stärkere Kontrollen der Emissionen“.

„Tritt keine Behinderung auf, ist ein langsames Fahren von Sightseeing-Bussen nicht zu beanstanden“, entgegnete Staatssekretär Ingmar Streese (Grüne). Gelassen reagierte er auch auf Schmidts Frage, ob die Busse nur an genehmigten Haltestellen stoppen dürfen: Für diese Art von Sonderlinienverkehr gebe es lediglich „Haltepunkte“, die auch nur teilweise gekennzeichnet sind. Weder elektronische Tickets noch Fiskaltaxameter, die Daten über kassierte Beträge mit einer nicht fälschbaren Signatur versehen, seien geplant. Grundsätzlich unterstütze der Senat alle Bestrebungen, „dezentrale touristische Attraktionen auf nachhaltige Weise zu erschließen“.