BerlinSeit Monaten kommen die meisten Leute nicht raus aus Berlin, höchstens ins Umland. Was für ein Glück, dass es die Seen und Wälder gibt. Aber was, wenn man auf die nächste Nähe angewiesen ist, wenn man für einen längeren Spaziergang etwas Weite nahe der Wohnung sucht? Die Parks – den Stadtplanern von vor 150 Jahren sei gedankt – sind in diesen Zeiten voller Menschen. Sie laufen durch viele traurig verwahrloste Anlagen – im Sommer vertrocknete Wiesen und Bäume. Im Sommer wie im Winter quellen Papierkörbe über, Müll liegt herum.

Schon klar: Wenn viele Menschen unterwegs sind, gibt es mehr Abfall, also mehr Arbeit für die Stadtreinigung. Und nicht alle zuständigen Ämter haben erkannt, dass die Bleibt-zu-Hause-Politik den Nutzungsdruck auf die Parks erhöht und man darauf mit Tatkraft reagieren müsste. Selbst auf der beliebten innerstädtischen Flanierstrecke entlang der Spree durch das Regierungsviertel bis zum Hauptbahnhof häuft sich der Müll an den Wegen. Ein Bild zum Jammern. Mancher Spaziergänger vermutete verständnisvoll, Flaschensammler hätten vielleicht in den Behältern nach Pfandbeute gekramt. Ein Grund, den Dreck tagelang nicht abzuräumen, ist das nicht.

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