Berlin - Seit dem Überraschungserfolg „Chronicle“ in den US-Kinos gehört der junge Australier Alex Russell zur ersten Reihe der Hollywood-Nachwuchsgarde. Nach dem Berliner Promotion-Termin vorigen Montag für seinen Film, der am 19. April unter dem Titel „Chronicle – Wozu bist du fähig?“ in die deutschen Kinos kommen wird, flog er nicht gleich wieder heim nach L.A.

„Ich bin zum ersten Mal in Deutschland. Nachdem mir jemand innerhalb von drei Stunden vom Dach des Hotel de Rome aus die Geschichte Berlins erklärt hatte, wollte ich davon gern möglichst viel aus der Nähe sehen.“ Er wechselte also Anfang der Woche ins Soho House. Und begann von dort aus, gemeinsam mit Produzent Adam Schroeder („Die Truman Show“) die Stadt zu erkunden.

„Wir waren mit Fahrrädern unterwegs, haben das Brandenburger Tor besucht, sind Unter den Linden gefahren." Der Weg vom Hotel zur Eastside Gallery, eigentlich eine Strampelei von 15 Minuten, dauerte zweieinhalb Stunden: „Wir haben uns total verfahren.“

Er traf sich zum Abendessen im Borchardt mit den deutschen Schauspielern David Kross und Vinzenz Kiefer, deren Filme er schon kannte. Und mochte besonders die Neue Odessa Bar in der Torstraße 89: „Die ist so fantastisch altmodisch. Ich liebe das.“

Russell gibt zu, dass er über Deutschland doofe Klischees im Kopf hatte: „Ich dachte wirklich, hier laufen alle in Lederhosen rum und trinken Bier aus Maßkrügen.“ Nun will er auf jeden Fall wiederkommen. „Ich fliege ein Mal im Jahr nach Griechenland. Wenn ich das im August wieder mache, dann lege ich bestimmt für einige Tage einen Zwischenstopp in Berlin ein.“