Berlin - Die europäische Start-up-Szene steht bei Investoren nach wie vor hoch im Kurs. Insgesamt 16,9 Milliarden Euro pumpten internationale Kapitalgeber in Jungunternehmen zwischen Reykyavik und Barcelona. So viel wie nie zuvor und über sechs Milliarden Euro mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse der Stuttgarter Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY). „Das europäische Start-up-Ökosystem ist noch stärker geworden“, sagt EY-Partner Peter Lennartz. Allerdings gibt es trotz des Wachstums einen Verlierer: Berlin.

Zwar gehört die deutsche Start-up-Metropole weiterhin zu den Top-drei-Gründerstädten auf dem Kontinent, in die im ersten Halbjahr mehr als die Hälfte des gesamten in europäische Start-ups investierten Risikokapitals floss, doch ist Berlin dabei nicht mehr die Nummer zwei, sondern die Nummer drei. Denn während Londoner Jungunternehmen 5,7 Milliarden Euro einsammelten, kassierten Pariser Firmen gut 2,2 Milliarden Euro, Berliner etwas weniger als zwei Milliarden Euro. Auch bei der Zahl der Finanzierungsrunden zog die französische Hauptstadt an Berlin vorbei: Insgesamt 230 Start-up-Investitionen zählten die EY-Analysten im Großraum Paris, in Berlin waren es 129. London liegt mit 323 Finanzierungen hier weiterhin vorn.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.