Wird Andrej Holm an diesem Dienstag zum Staatssekretär für Bauen und Wohnen ernannt? Am Montag hat CDU-Fraktionschef Florian Graf den Regierenden Bürgermeister Michael Müller abermals aufgefordert, die Zustimmung zu der Personalie wegen Holms hauptamtlicher Tätigkeit für die Staatssicherheit in den letzten Monaten der DDR zu verweigern. „Der Personalvorschlag ist vor dem Hintergrund der Geschichte unserer Stadt in keiner Weise akzeptabel und wäre ein Affront gegenüber den Berlinerinnen und Berlinern“, schrieb Graf in einem Brief an Müller.

Wie berichtet hatte Holm als 18-Jähriger im September 1989 eine Offiziersausbildung bei der Stasi begonnen. Zunächst absolvierte er eine einmonatige Grundausbildung beim Wachregiment Feliks Dzierzynski. Danach war er in einer Auswertungs- und Kontrollgruppe (AKG) tätig. Holm selbst hatte diesen Teil seiner Biografie schon 2007 offen gelegt und sich von diesem Teil seiner Vergangenheit distanziert. Der Stadtforscher war damals aus monatelanger Untersuchungshaft entlassen worden. Die Bundesanwaltschaft warf ihm die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor – eine haltlose Anschuldigung, wie sich herausstellte.

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