Historischer Moment: Demonstranten betreten ein Gebäude  der Stasi-Zentrale an der Normannenstraße. 
Foto: NDR

Berlin - Es ist eine hübsche Anekdote, die Milton Bearden, der einstige Chef der Sowjetunion/Osteuropa-Abteilung in der CIA, in seinen Erinnerungen erzählt: US-Präsident George Bush habe am Abend des 15. Januar 1990 staunend auf die CNN-Bilder aus Ost-Berlin geschaut. Massen von Menschen sieht er dort, die in die Stasi-Zentrale an der Normannenstraße strömen, durch Treppenhäuser und Flure laufen, Türen eintreten und Tausende Aktenblätter auf den Hof des gewaltigen Stasi-Komplexes in Berlin-Lichtenberg werfen. Als wenig später CIA-Chef William Webster zum Briefing im Weißen Haus eintrifft, fragt ihn Bush, ob sein Dienst sich denn einen Zugriff auf diese Stasi-Akten gesichert habe, die da in die Straßen von Ost-Berlin herumflattern würden. Webster muss passen – seine Leute haben den historischen Tag verschlafen.

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