Statistik: Berlin in Zahlen

Berlin - Jetzt wird es kalt. Aber wie war eigentlich der Dezember des vergangenen Jahres? Wir können uns nicht erinnern? Zum Glück gibt es ja die Statistiker. Und die haben natürlich akribisch registriert, wie das Wetter in 2012 so war. Also: Im Dezember gab es zwanzig Frosttage, Tage, an denen die Tiefsttemperatur unter null Grad gelegen hat. Und an neun Tagen des Dezembers schaffte es das Thermometer gar nicht über Null – die Statistiker nennen das dann Eistage.

Nachzulesen ist das im Statistischen Jahrbuch, das die Präsidentin des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, Ulrike Rockmann, gestern im Roten Rathaus vorstellte. Und da steht so ziemlich alles drin, was die Lebensumstände der Berliner betrifft. Etwa, dass die Hauptstädter wieder gerne und mehr heiraten. Und dass in einer Stadt, die doch eigentlich als die Metropole der bekennenden Singles gilt.

Die Eheschließungen sind jedenfalls von 2011 auf 2012 deutlich gestiegen. 13 222 gab es im vergangenen Jahr – knapp 700 mehr als 2011. Und die Statistiker haben auch ermittelt, in welchem Alter sich die Hauptstädter das Jawort geben. Die Frauen sind dann 32,2 Jahre alt, die Männer bringen es im Durchschnitt auf 35 Jahre. Leicht zurückgegangen sind die Scheidungen. Ließen sich im vergangenen Jahr 7267 Paare trennen, waren es 2011 noch 7930 gewesen.

Stolze 30 Euro kostet das 600-Seiten-Werk (Bestellungen unter kbvinfo@kulturbuch-verlag.de), aber dafür ist in ihm wirklich (fast) alles aufgeführt. Die Zahl und Größe der Grünanlagen, wie viele Pkws in der Stadt unterwegs sind (die Tendenz ist steigend), welche Warenmengen so exportiert werden.

Und wer bislang gedacht hat, die Stadt sei, was die Wirtschaft betrifft, nur mickerig, hier die Zahlen: Für 13,7 Milliarden Euro hat Berlin in 2012 Waren exportiert, das ist ein Plus von 680 Millionen Euro. Und, die meisten Produkte gingen in die USA (Wert 1,4 Milliarden Euro).

Viel Geld wird in Berlin natürlich mit den Tourismus gemacht. 24,9 Millionen Übernachtungen gab es in 2012, das sind 11,4 Prozent mehr als im Vorjahr. 10,8 Millionen Besucher zog es im vergangenen Jahr nach Berlin, 4,1 Millionen kamen aus dem Ausland. Trotz des Desasters mit dem neuen Großflughafen BER – auch die Fluggastzahlen in Berlin steigen stetig. 25 231 695 Reisende waren es 2012, 1,2 Millionen mehr als 2011. Gut 18 Millionen Passagiere nutzten Tegel, sieben Millionen den Flughafen in Schönefeld.

Die Stadt boomt also – ablesbar ist das auch an der Zahl der Erwerbstätigen. 1 759 200 Menschen hatten 2012 in Berlin einen Job, das sind 2,6 Prozent mehr als noch im Vorjahr.