Reisebusse blockieren die Straße des 17. Juni. Die Reiseunternehmer wollen mit der Aktion auf ihre wirtschaftliche Misere aufgrund der Corona-Krise aufmerksam machen.
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BerlinDie einen forderten Geld vom Staat, die anderen ein besseres Klima. Nur eine Gemeinsamkeit hatten Reisebusunternehmer und radelnde Umweltaktivisten, die am Mittwoch mit ihren Demonstrationszügen durch Berlin rollten: Sie sorgten für ein Verkehrschaos.

Über 1000 Reisebusse aus ganz Deutschland fuhren bei der Demo mit. Aus allen Richtungen kamen die Fahrzeug-Kollonen. Ihr Ziel: das Brandenburger Tor. Dort protestieren die Busunternehmer für staatliche Hilfen in der Corona-Krise. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) versprach ihnen 170 Millionen Euro.

Etwa 300 radelnde Umweltaktivisten von Extinction Rebellion kamen der Bus-Demo in die Quere. Ihre Sternfahrt für mehr Fahrradstraßen und sauberes Klima fand fast zeitgleich statt. Die Aktivisten starteten in Potsdam, radelten auf der Avus, die für Autos fast zwei Stunden komplett gesperrt war. Danach gings Richtung Siegessäule. So mussten Busfahrer, die diese Strecken für ihre Demo nutzen wollten, auf Nebenstraßen ausweichen. Es kam zu zusätzlichen Staus. Vor allem in Mitte, Kreuzberg und Charlottenburg stand der Verkehr still.