Autofahrer werden es am Sonntag schwer haben, durch die Stadt zu fahren. Der Grund: Tausende Radfahrer sind auf 19 verschiedenen Routen zum Brandenburger Tor unterwegs. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club hat wieder zur Sternfahrt aufgerufen. Die Organisatoren rechnen damit, dass die 38.?Sternfahrt zu einer der größten Fahrraddemonstrationen weltweit wird. Sie trägt das Motto: „Radsicherheit für Berlin: Freie Radspuren!“ Ziel der Radfahrer ist das Umweltfestival am Brandenburger Tor. Die Sternfahrt endet dort vermutlich gegen 14 Uhr.

Demonstration für Radspuren

Mit dem diesjährigen Motto will der ADFC die Diskussion über mehr Sicherheit für Radfahrer vorantreiben. Er fordert, dass mehr Radspuren auf Hauptverkehrsstraßen eingerichtet werden. Sie gelten als sicherer als Radwege auf Bürgersteigen, da hier die Radfahrer von den Autofahrern besser gesehen werden. Außerdem will der ADFC darauf aufmerksam machen, dass Radstreifen oft widerrechtlich zugeparkt werden. Dadurch werden Radfahrer zum Einscheren in den Straßenverkehr gezwungen, was häufig zu gefährlichen Situationen und Unfällen führt.

Zur Sternfahrt kommen die Radfahrer wieder aus allen Himmelsrichtungen aus Brandenburg und von verschiedenen Treffpunkten in Berlin. Los geht es für die ersten Sternfahrer gegen 6.45 Uhr in Frankfurt (Oder) und um 7 Uhr in Brandenburg (Havel). Wer es nicht ganz so weit hat, startet später. Die Routen führen unter anderem über die Avus und den Autobahn-Südring. Für Familien mit kleineren Kindern gibt es eine eigene Route. Sie führt vom S-Bahnhof Jannowitzbrücke zum Brandenburger Tor. Start ist um 12.30 Uhr.

Auf dem Umweltfestival am Brandenburger Tor präsentieren sich an mehr als 200 Ständen Verbände, Initiativen und Vereine, die sich für den Umweltschutz einsetzen. Auch wissenschaftliche Einrichtungen sowie Unternehmen sind vertreten. Dutzende Stände laden zum Essen und Trinken ein, auf zwei Bühnen wird ein Unterhaltungsprogramm geboten.

Autofahrer, aber auch BVG-Kunden, die Busse nutzen wollen, haben am Sonntag das Nachsehen. Die Polizei weist darauf hin, dass es wegen der Straßensperrungen zu starken Behinderungen kommen kann. Ab 11 Uhr sind beispielsweise der Kronprinzessinnenweg, die Spanische Allee, die BAB?115, der Messedamm und die Straße des 17. Juni dicht. Außerdem werden die Buschkrugallee, die BAB?100, der Sachsendamm, die Martin-Luther-Straße, die Kleiststraße, der Wittenbergplatz, der Kurfürstendamm, die Hardenbergstraße sowie der Ernst-Reuter-Platz gesperrt. (BLZ)