BerlinEinst standen hier die Karossen der Genossen, die Stasi betrieb an der Malchower Dorfstraße Kfz-Werkstätten. In einem Teich am Ende des Geländes kurz vor der Grenze zu Pankow hielten die Mitarbeiter Karpfen – Silvester wollte man was Feines essen. Der ganze Hof war mit Beton versiegelt, noch 1991 war das einzige Grün, das hier wuchs, das in den Fugen der Panzerplatten. Auch die Backsteinfassaden des märkischen Bauernhofs hatte man mit grauem Spritzputz zugekleistert.

Wer die Bilder ansieht, die Beate Kitzmann in einem Ordner in ihrem Büro aufbewahrt, der traut seinen Augen nicht. Aus der Betonwüste, die 1991 von der Treuhand dem Bezirk Lichtenberg übergeben wurde, aus dem tristen Gelände mit asbestverseuchten Garagen ist ein lebendiger, ein grüner Ort für Mensch und Tier geworden. Für diese Leistung erhielt Beate Kitzmann, die Leiterin des Naturhofs Malchow, jetzt den Berliner Naturschutzpreis.

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