BerlinEin Mittwochabend im Dezember: Um 17.16 Uhr parkt Bernd K. seinen Mercedes bei Getränke Hoffmann in Treptow. Er greift sich einen Einkaufswagen und verschwindet im Laden. Fünf Minuten später zahlt er Bier und Wasser und schiebt seinen Einkauf zum Auto. Am Scheibenwischer klemmt ein gelber Zettel: „Parkverstoß und Zahlungsaufforderung“. 30 Euro „Vertragsstrafe“ möchte eine Firma namens Park & Control haben. Der Kontrolleur hat offensichtlich nur darauf gewartet, bis Bernd K. im Laden verschwindet. Denn kurz darauf, um 17.17 Uhr, stellte er den Strafzettel aus.

Bernd K.’s Vergehen: Er hatte keine Parkscheibe ins Auto gelegt. Das relativ unauffällige Schild am Rande des Parkplatzes, das 60 Minuten Höchstparkdauer und eine Parkscheibe vorschreibt, hatte er übersehen. Immer mehr Parkplätze vor Supermärkten oder Einkaufszentren werden von privaten Unternehmen überwacht. Entsprechende Schilder weisen auf die neuen Regelungen hin. Doch oft sind sie kaum zu sehen.

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